Abarth, die Performance-Abteilung von Fiat, erkundet mit einer Hochleistungsversion des neuen Grande Panda eine Rückkehr zu Benzinmotoren. Dieser potenzielle Schritt erfolgt, da die Verkäufe von Elektrofahrzeugen (EV) sowohl für Abarth als auch für Fiat in Europa Probleme haben.
Rückläufige Verkäufe von Elektrofahrzeugen spornen zum Umdenken bei Verbrennungsmotoren an
Abarth bietet derzeit nur Elektromodelle an – Hochleistungsvarianten des 500 und 600. Allerdings sind die Verkäufe eingebrochen: Die Marke verkaufte im vergangenen Jahr in Großbritannien nur 291 Autos, ein starker Rückgang gegenüber 1.027 im Jahr 2024, als noch benzinbetriebene Modelle verfügbar waren. Angesichts der schwachen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hat Fiat seine elektrische 500-Plattform sogar an Hybridantriebe angepasst.
Grande Panda als potenzielles neues Outlet
Der Grande Panda basiert auf der kostengünstigen Smart-Car-Architektur von Stellantis und bietet je nach Markt Benzin-, Elektro- und Hybridoptionen. Fiat beabsichtigt, die Panda-Modellpalette zu erweitern und Abarth damit die Möglichkeit zu geben, in dieses Segment einzusteigen.
Ein Hot Panda in der Entwicklung?
Autocar-Quellen bestätigen, dass Abarth bereits an einer Hochleistungsversion des Grande Panda arbeitet, obwohl die Produktion noch nicht offiziell bestätigt wurde. Gaetano Thorel, Chef von Abarth und Fiat Europe, erklärte, dass die Marke „das Abarth-Erbe für etwas anderes nutzen wird“, ohne Einzelheiten zu nennen.
Technische Machbarkeit
Zwar verfügt kein aktuelles Smart Car-Plattformmodell über eine Leistungsvariante, doch die Ähnlichkeiten der Architektur mit der STLA Small-Plattform (verwendet im kommenden Peugeot 208 GTi) lassen darauf schließen, dass sie mit leistungsstärkeren Motoren umgehen könnte. Dies erhöht die Möglichkeit, dass Abarth einen stärkeren Antriebsstrang in den Grande Panda einbaut.
Der Schritt unterstreicht einen breiteren Trend, dass Autohersteller angesichts der schwankenden Verbrauchernachfrage ihre reinen Elektrofahrzeugstrategien überdenken. Wenn dies realisiert wird, würde ein benzinbetriebener Abarth Grande Panda eine Nischenoption für Enthusiasten bieten und gleichzeitig dem jüngsten Verkaufsrückgang der Marke entgegenwirken.
