Dies ist kein Konzeptauto, das auf einer Party in Paris gezeigt wurde. Es ist eine echte elektrische Hot-Hatch. Alpine ist eine Partnerschaft mit Lacoste eingegangen. Sie nennen es „Vorsicht vor dem Krokodil“. Denn offenbar brauchte die Marke einen weiteren Warnhinweis.
Von außen würde man es auf den ersten Blick nicht vermuten. Es ist matt bläulich-weiß. Saubere, weiße Aerodisc-Räder halten den Rollwiderstand niedrig, was für die Reichweite wichtig ist. Aber die Stoßfänger sind aus geschmiedeter Kohlefaser. Der Frontgrill besteht lediglich aus einer weißen Platte, in die der Name Lacoste eingepresst ist. Daneben befinden sich funktionale Belüftungsöffnungen. Am Heck verankert ein massiver Diffusor das Design, gekrönt von einem markanten Spoiler.
Schauen Sie aber genauer hin. Die Lichter sind falsch. Scheinwerfer? In Wagenfarbe lackierte Panels mit einzelnen roten LED-Streifen. Dort sind keine echten Glühbirnen nach vorne gerichtet. Nur Stimmung. Die Rückleuchten folgen mit dünnen vertikalen roten Streifen.
Dann ist da noch die Haube.
Normalerweise bringt Alpine dort eine Plakette an. Nicht hier. Stattdessen verfügt die Motorhaube über ein glänzend rotes Becken. Darin schwimmen drei wütende Krokodile.
Das ist nicht die Grenze der Reptilienübernahme.
Im hinteren Bereich ist die Heckscheibe verschwunden. Vollständig entfernt. An seiner Stelle steckt ein großes, durchscheinend rotes Krokodil seinen knurrenden Kopf über den Heckspoiler. Bedrohlich? Absolut. Es hat ein Grinsen, das sagt, dass Sie den Fahrer wahrscheinlich in Ruhe lassen sollten. Auf dem Dach ragt eine weiße Flosse aus dem Wasser und imitiert einen schuppigen Rückgrat.
Ist das ein seriöses Design? Oder Marketing-Chaos?
Der Innenraum beantwortet diese Frage schlecht. Es ist alles rot. Alpine sagt, das Ziel sei es, einem das Gefühl zu geben, dem Biest ins Maul zu treten. Vielleicht. Die Sitze bestehen aus 3D-gedruckten Gitterwerken. Die Türpolster und das Lenkrad sind mit Stoff umwickelt, den Lacoste für Kleidung verwendet. Auf dem Lenkrad befindet sich bei 12 Uhr ein grüner Streifen, eine schöne Anspielung auf die Tennistradition der Marke. Das Armaturenbrett ist mit Krokodilflecken überklebt. Dutzende davon. Klein. Medium. Groß.
Autohersteller lieben diese Partnerschaften. Ford macht es mit Filson. BMW hat sich für den XM mit Kith zusammengetan. Mini hat etwas mit Deus Ex Machina versucht. Das ist nur das Neueste. Aber normalerweise kleben sie ein Logo an die Seite und sagen, es sei erledigt. Alpine hat das nicht getan. Sie bedeckten alles mit Eidechsen.
Die offizielle Zählung? Zweihundertneunzig Krokodile. Verteilt auf Metall, Kunststoff und Stoff des A290.
Es ist wohl übertrieben. Es ist sicherlich nicht subtil. Aber hat noch jemand schwimmende Krokodile auf einer Motorhaube gesehen?
Das habe ich nicht.
