Der in den USA gebaute Nissan Murano kommt nach Japan – und Tuner erfinden ihn bereits neu

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Der Nissan Murano steht vor einer besonderen Heimkehr. Obwohl der Murano der vierten Generation ursprünglich ein fester Bestandteil des japanischen Marktes war, kommt er als in den USA hergestellter Import nach Japan, was durch ein neues Handelsabkommen ermöglicht wird, das auf bestimmte lokale Testanforderungen verzichtet.

Während offizielle Auslieferungen erst Anfang 2027 erwartet werden, sorgt das Fahrzeug bereits jetzt für großes Aufsehen in der Aftermarket-Community. Der japanische Tuner Kuhl Racing hat keine Zeit verschwendet und Teaser-Renderings veröffentlicht, die den Familien-SUV in eine flache, straßentaugliche Maschine verwandeln.

Ein „GT-R Stance“ für einen Familien-SUV

Der auffälligste Aspekt des Konzepts von Kuhl Racing ist der radikale Profilwechsel. Durch den Einsatz einer einstellbaren Aufhängung möchte der Tuner die Fahrhöhe des Murano um 60–70 mm senken.

Diese Modifikation bringt die Bodenfreiheit des SUV bemerkenswert nahe an die eines serienmäßigen Nissan R35 GT-R heran. Auch wenn ein solch niedriger Stand den praktischen Nutzen, den man normalerweise von einem SUV erwartet, in Frage stellt, passt er doch zu einem wachsenden Trend des „Lifestyle-Tunings“, bei dem Besitzer aggressive Ästhetik und Straßenpräsenz über Geländetauglichkeit stellen.

Wichtige ästhetische Verbesserungen:

  • Geschmiedete Leichtmetallräder: Das Konzept umfasst großformatige Aftermarket-Räder, insbesondere die siebenspeichigen Verz-Wheels VRF01 oder die zehnspeichigen, zweiteiligen Verz-Wheels KCV04, in den Größen 21 oder 22 Zoll.
  • Vollständiges Aero-Kit: Kuhl Racing hat Pläne zur Entwicklung eines umfassenden Aerodynamikpakets bestätigt, das wahrscheinlich Folgendes umfassen wird:
  • Ein aggressiver Frontsplitter und eine überarbeitete Blende.
  • Vertiefte Seitenschweller.
  • Ein dezenter Heckflügel.
  • Ein funktioneller Heckdiffusor.

Mechanische Realitäten und Markthürden

Trotz der optischen Überarbeitung wird die Leistung des Murano voraussichtlich nahe an den Werksspezifikationen bleiben. Während der Tuner plant, das Bremssystem zu verbessern, um dem neuen Fahrverhalten gerecht zu werden, sind Motormodifikationen nicht zu erwarten.

Der Murano der vierten Generation markiert eine deutliche Abkehr von seinem Vorgänger. Er hat sich vom traditionellen V6-Motor zugunsten eines 2,0-Liter-Vierzylinders mit Turbolader entfernt. Dieser Antriebsstrang bietet:
* Leistung: 241 PS (180 kW / 244 PS)
* Drehmoment: 352 Nm (260 lb-ft)
* Antriebsstrang: Ein Neungang-Automatikgetriebe gepaart mit dem intelligenten AWD-System von Nissan.

Über den Motor hinaus werden japanische Käufer mit einer einzigartigen Besonderheit konfrontiert: Da es sich um amerikanische Importe handelt, werden die Fahrzeuge über eine Linkslenker-Anordnung (LHD) verfügen, im Gegensatz zu Japans standardmäßiger Rechtslenker-Anordnung (RHD).

Preise und Wettbewerb

Der Murano betritt ein hart umkämpftes Segment auf dem japanischen Markt. Basierend auf den nordamerikanischen Preisen für die SL- und Platinum-Ausstattungen schätzt Kuhl Racing, dass der Murano in Japan bei etwa 8 Millionen Yen (ungefähr 50.100 US-Dollar) erhältlich sein wird.

Zu diesem Preis wird sich der Murano mit etablierten Spielern messen, darunter:
1. Toyota Crown Signia (Crown Estate PHEV)
2. Mazda CX-80
3. Lexus RX

Die Ankunft des in den USA gebauten Murano stellt eine einzigartige Schnittstelle zwischen Handelspolitik und Autokultur dar und bietet japanischen Enthusiasten eine Plattform für Individualisierung, die sich deutlich von der inländischen Produktpalette unterscheidet.

Schlussfolgerung
Der kommende Nissan Murano bietet einen seltenen Einblick, wie Handelsverschiebungen die lokalen Märkte verändern können, indem er einen Linkslenker-SUV amerikanischer Bauart nach Japan bringt. Auch wenn sein praktischer Nutzen umstritten ist, deutet das frühe Interesse von Tunern wie Kuhl Racing darauf hin, dass sein Potenzial für stilistische Veränderungen bereits für Aufregung sorgt.