BMW ruft mehr als 16.500 Fahrzeuge in Australien wegen Brandgefahr zurück

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Der Münchner Autohersteller BMW ruft über 16.500 in Australien verkaufte Fahrzeuge wegen eines Defekts zurück, der zu Motorbränden führen könnte. Die betroffenen Fahrzeuge wurden zwischen 2020 und 2023 hergestellt und umfassen neun beliebte Modellreihen: 2er, 3er, 4er, 5er, 7er, X3, X4, X5 und Z4.

Was ist das Problem?

Der Rückruf ist auf einen Herstellungsfehler im Magnetschalter des Anlassers zurückzuführen. Mit der Zeit kann es zu einem vorzeitigen Verschleiß dieses Schalters kommen, was zu einem internen Kurzschluss führen kann. Dieser Kurzschluss birgt zwei Hauptrisiken : Entweder startet der Motor nicht oder, was noch schlimmer ist, die überhitzte Komponente könnte einen Brand entfachen, während das Fahrzeug in Betrieb ist.

In der offiziellen Mitteilung von BMW heißt es ausdrücklich, dass Motorbrände und die Unmöglichkeit, den Motor neu zu starten, zu Verletzungen oder Sachschäden führen könnten.

Wer ist betroffen?

Besitzer der betroffenen Fahrzeuge sollten ihre Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN) anhand der von BMW bereitgestellten Liste überprüfen. Der Rückruf gilt für Fahrzeuge, die im angegebenen Zeitraum 2020–2023 hergestellt wurden.

Was sollten Eigentümer tun?

BMW fordert Besitzer von zurückgerufenen Fahrzeugen dringend dazu auf, umgehend einen kostenlosen Reparaturtermin bei einem Vertragshändler zu vereinbaren. Bis die Fehlerbehebung durchgeführt wird, rät das Unternehmen dringend davon ab, das Fahrzeug während der Fahrt unbeaufsichtigt zu lassen, und empfiehlt ausdrücklich, alle Fernstartfunktionen des Motors zu deaktivieren.

Fahrer haben berichtet, dass sie während des Betriebs Rauch gerochen oder gesehen haben. Für weitere Informationen steht die Rückruf-Hotline von BMW unter 1800 243 675 zur Verfügung.

Warum das wichtig ist

Fahrzeugrückrufe sind zwar unbequem, aber für die öffentliche Sicherheit von entscheidender Bedeutung. Motorbrände können schnell eskalieren und eine direkte Gefahr für Insassen und Umstehende darstellen. Die Tatsache, dass dieser Defekt eine breite Palette von BMW-Modellen betrifft, deutet auf ein systemisches Herstellungsproblem hin, das umfangreiche Korrekturmaßnahmen erforderte.

Wenn auf diese Rückrufe nicht umgehend reagiert wird, könnte dies schwerwiegende Folgen sowohl für BMW als auch für seine Kunden haben.