Britische Autofahrer erhalten eine Entschädigung in Höhe von 7,5 Milliarden Pfund für falsch verkaufte Autos

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Rund 12 Millionen britische Fahrer haben Anspruch auf eine durchschnittliche Auszahlung von 829 £ pro Person, was einer Entschädigung von insgesamt 7,5 Milliarden £ für eine falsch verkaufte Autofinanzierung entspricht. Die Financial Conduct Authority (FCA) hat ein kostenloses Rechtsbehelfssystem eingeführt, um weit verbreitete Probleme anzugehen, bei denen Verbrauchern bessere Kreditangebote verweigert wurden und sie überhöhte Preise verlangten.

Programmdetails und Teilnahmeberechtigung

Das Programm deckt 12,1 Millionen Finanzierungsverträge ab, die zwischen 2007 und 2024 abgeschlossen wurden. Ursprünglich war geplant, 14,2 Millionen Verträge abzudecken, die FCA hat jedoch die Kriterien verengt, um Fairness und Verhältnismäßigkeit für Kreditgeber sicherzustellen. Durch diese Anpassung erhöhte sich die durchschnittliche Auszahlung von ursprünglich geschätzten 775 £. Die FCA geht davon aus, dass rund 75 % der berechtigten Autofahrer Ansprüche geltend machen werden, was die Finanzbranche möglicherweise über 9 Milliarden £ kosten wird, wenn Verwaltungskosten von rund 1,5 Milliarden £ berücksichtigt werden.

Ausschlüsse und Wiedergutmachungszuweisungen

Bestimmte Fälle sind von der Regelung ausgeschlossen:

  • 0 %-Finanzierungsverträge: Vereinbarungen ohne Zinsgebühren sind nicht qualifiziert.
  • Exklusive Händler-Hersteller-Angebote: Verträge direkt zwischen Händlern und Herstellern sind ausgeschlossen.
  • Niedrige Provisionsvereinbarungen: Fälle mit minimaler Provision (unter 120 £ vor April 2014 und 150 £ danach) sind nicht förderfähig.

Die FCA hat die Wiedergutmachung in zwei Zuteilungen aufgeteilt:

  • Zuteilung 1: Vereinbarungen vom 6. April 2007 bis 31. März 2014.
  • Zuteilung 2: Vereinbarungen von April 2014 bis November 2024.

Diese Spaltung berücksichtigt Bedenken hinsichtlich der Autorität der FCA in Fällen vor der Gründung. FCA-Chef Nikhil Rathi erklärte, das Gremium sei davon überzeugt, dass es die rechtliche Befugnis habe, in allen Fällen zu entscheiden, habe sich jedoch dafür entschieden, das System zu trennen, um die spätere Phase vor möglichen Herausforderungen zu schützen.

Zeitplan für die Implementierung und Zahlungen

Den Kreditgebern steht eine kurze Umsetzungsfrist bevor, um sich auf die Entschädigungsregelung vorzubereiten und betroffene Kunden zu benachrichtigen. Die Banken haben ab dem 30. Juni 2026 drei Monate Zeit, um diejenigen, die sich zuvor beschwert haben, über die Höhe ihrer Entschädigung zu informieren. Für Kredite zwischen 2007 und 2014 haben Kreditgeber ab dem 31. August 2026 drei Monate Zeit, um mit der Auszahlung zu beginnen. Die endgültigen Zahlungen umfassen eine Entschädigung zuzüglich aufgelaufener Zinsen.

Dieses weit verbreitete Problem des Fehlverkaufs offenbart ein systemisches Problem innerhalb der britischen Autofinanzierungsbranche, wo undurchsichtige Praktiken dazu führten, dass Millionen von Verbrauchern unwissentlich überhöhte Zinssätze zahlten. Das Eingreifen der FCA stellt einen bedeutenden Schritt zur Beseitigung dieser Ungerechtigkeiten und zur Gewährleistung gerechterer finanzieller Ergebnisse für Autofahrer dar.