Dacia wird in den nächsten Monaten Details zu seinem kommenden Konkurrenten Skoda Octavia enthüllen. Das neue Modell, intern „C-Neo“ genannt, ist als robuster, benzinbetriebener Kombi konzipiert, der mit einem Preis von unter 25.000 £ die Konkurrenz unterbieten soll.
Expansion in das C-Segment
Der C-Neo wird ein zentraler Bestandteil der Strategie von Dacia sein, seine Präsenz auf Europas größtem Automarkt, dem C-Segment, auszubauen. Derzeit macht dieses Segment bereits 20 % des Dacia-Umsatzes aus, ein Trend, der durch den Erfolg des Bigster-SUV noch verstärkt wird. Dacia plant, im Jahr 2027 ein drittes C-Segment-Fahrzeug auf den Markt zu bringen und damit sein Engagement auf diesem Markt zu festigen.
CEO Katrin Adt hebt den Erfolg des Bigster – mit 67.573 verkauften Einheiten im letzten Jahr – als Beweis dafür hervor, dass Dacia im wettbewerbsintensiven C-Segment erfolgreich sein kann. Sie betont, dass jedes Fahrzeug seinen eigenen Zweck haben wird, wobei der C-Neo ein anderes Wertversprechen bietet als der Bigster.
Eine praktische Alternative zu SUVs
Der C-Neo wird eine gestreckte und angehobene Version des Sandero sein, im Wesentlichen ein hochsitzender kompakter Kombi mit einer Länge von etwa 4,6 Metern. Dacia zielt bewusst auf Käufer ab, die traditionelle Kombis gegenüber SUVs bevorzugen.
Patrice Lévy-Bencheton, Produktleistungschef von Dacia, erklärt, dass ein erheblicher Teil des C-Segment-Marktes immer noch „eine niedrigere Fahrerposition, ein effizienteres Produkt, das weniger protzig ist“ wünscht. Dies deutet darauf hin, dass Dacia auf ein Verbrauchersegment setzt, das die Praktikabilität eines größeren Fahrzeugs ohne das aggressive Design oder den höheren Preis vieler SUVs wünscht.
Warum das wichtig ist
Der Einstieg von Dacia in das C-Segment ist bedeutsam, da er die Dominanz etablierter Automobilhersteller in einem volumenstarken Markt in Frage stellt. Durch das Angebot einer günstigeren, schnörkellosen Alternative könnte Dacia traditionelle Kaufgewohnheiten durchbrechen. Diese Strategie zeigt auch einen breiteren Trend: Automobilhersteller segmentieren den Markt zunehmend und bieten Fahrzeuge an, die auf spezifische Verbraucherpräferenzen zugeschnitten sind, statt umfassende, einheitliche Lösungen. Der Erfolg des C-Neo wird davon abhängen, ob Dacia sein Versprechen hinsichtlich Erschwinglichkeit und Praktikabilität einhalten und gleichzeitig Käufer ansprechen kann, die sich sonst für eine etabliertere Marke entscheiden würden.
Dacia positioniert den C-Neo, um einer klaren Nachfrage gerecht zu werden: einem erschwinglichen, robusten Kombi für Käufer, die keinen SUV wollen. Ob diese Strategie der rumänischen Marke einen weiteren Verkaufserfolg bescheren kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
