Ein Stromausfall ist für die meisten eine Unannehmlichkeit, aber für Menschen, die für wichtige medizinische Geräte oder Mobilitätsgeräte auf Strom angewiesen sind, kann er lebensbedrohlich sein. Eine neue Initiative mit dem Namen „Power Wheels“ zielt darauf ab, zu testen, wie Elektrofahrzeuge (EVs) als vorübergehende Notstromquelle für behinderte Menschen und Menschen mit medizinischer Abhängigkeit im Vereinigten Königreich dienen können.
Das Problem: Stromausfälle und gefährdete Bevölkerungsgruppen
Die zunehmende Abhängigkeit des Vereinigten Königreichs von Elektrizität bedeutet, dass Störungen, sei es durch Stürme oder Infrastrukturausfälle, schwerwiegende Folgen für diejenigen haben können, die ständigen Zugang zu mit Strom versorgten Geräten benötigen. Über 860.000 Menschen im Vereinigten Königreich werden durch das Motability Scheme unterstützt, von denen viele auf elektrisch betriebene Geräte angewiesen sind. Ein Stromausfall kann mehr als nur Unannehmlichkeiten bedeuten; es kann eine unmittelbare Gefahr bedeuten.
So funktionieren „Power Wheels“: Elektrofahrzeuge als Backup-Generatoren
Gefördert durch Ofgem betreibt Motability Operations (das Unternehmen hinter dem Motability Scheme) das Power Wheels-Projekt im Nordosten Englands. In der Region gibt es bereits über 12.500 EV-Fahrer, die von Motability unterstützt werden. Das Projekt untersucht, wie Elektrofahrzeuge Haushalte bei Ausfällen mit Strom versorgen und so sicherstellen können, dass lebenswichtige medizinische Geräte und Mobilitätshilfen betriebsbereit bleiben.
Die erste Phase konzentrierte sich darauf, sicherzustellen, dass die Technologie für den Heimgebrauch sicher und zuverlässig ist. Dazu gehört:
– Zugängliche Zwei-Wege-Ladesysteme
– Direktes Laden medizinischer Geräte über Elektrofahrzeuge
– Batterielademanagement zur Aufrechterhaltung ausreichender Leistung.
Bestehende Technologie: Vehicle-to-Load und Vehicle-to-Grid
Viele moderne Elektrofahrzeuge verfügen bereits über „Vehicle-to-Load“-Funktionen (V2L), die es ihnen ermöglichen, Geräte mit Strom zu versorgen. Einige verfügen sogar über „Vehicle-to-Grid“-Systeme (V2G), die Energie in das nationale Netz zurückspeisen können. Das Power Wheels-Projekt zielt darauf ab, diese Technologien zum unmittelbaren Nutzen vor Ort zu nutzen.
„Da Großbritannien auf Elektrofahrzeuge umsteigt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass dieser Übergang die Freiheit und Unabhängigkeit behinderter Menschen unterstützt“, sagt Andrew Miller, Chief Executive von Motability Operations. „Power Wheels wird dazu beitragen, dass neue Technologien auf reale Leben und Bedürfnisse zugeschnitten sind.“
Nächste Schritte: Praxisnahe Tests mit 30 Motability-Kunden
Die nächste Phase beinhaltet die direkte Zusammenarbeit mit 30 Motability-Kunden, um zu bewerten, wie die Technologie in der Praxis bei verschiedenen Behinderungen und Anforderungen funktioniert. Durch diese Tests wird das System verfeinert, um seine Wirksamkeit zu maximieren.
Das Power Wheels-Projekt hebt einen kritischen, aber oft übersehenen Aspekt des Übergangs zu Elektrofahrzeugen hervor: sicherzustellen, dass neue Technologien allen Mitgliedern der Gesellschaft zugute kommen, einschließlich derjenigen, die am stärksten von Störungen betroffen sind. Durch die Umwandlung von Elektrofahrzeugen in mobile Notstromversorgung leistet Motability Pionierarbeit bei einer Lösung, die in Notfällen Leben retten könnte.






























