Fahrer eines Abschleppwagens in Florida verhaftet, nachdem er ein Auto mit Kind darin abgeschleppt hatte

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Ein Abschleppwagenfahrer aus Florida wird strafrechtlich verfolgt, nachdem er versehentlich ein Auto abgeschleppt hat, in dem sich noch ein vierjähriges Mädchen befand. Der auf Überwachungsaufnahmen festgehaltene Vorfall ereignete sich am helllichten Tag vor einem Restaurant in Sunrise, Florida, und gab Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsprotokolle bei Fahrzeugbergungsarbeiten.

Der Vorfall: Eine erschütternde Verfolgungsjagd

Am Sonntag hakte sich der Abschleppwagenfahrer, Sergio Suarez von All-Ways Towing & Storage, an einer Limousine fest, die illegal vor dem Bistro Creole Restaurant geparkt war. Der Vater des Autos hatte seine Tochter kurzzeitig unbeaufsichtigt im Auto gelassen, als er in das Restaurant rannte. Sekunden später begann Suarez, das Fahrzeug abzuschleppen.

Berichten zufolge verfolgte der Vater den Lastwagen und schrie, dass sein Kind immer noch auf dem Rücksitz sitze, aber Suarez fuhr weiter. Das Mädchen fiel schließlich aus dem fahrenden Fahrzeug und erlitt leichte Verletzungen an Armen und Knien.

Verhaftung und widersprüchliche Konten

Die Polizei reagierte schnell und befahl Suarez, das Auto zurückzugeben. Er gehorchte, versuchte dann aber zu fliehen, bevor er verhaftet und wegen Kindesvernachlässigung angeklagt wurde. Suarez beteuert seine Unschuld und behauptet über seinen Anwalt, er habe das Fahrzeug dreimal überprüft, bevor er es abgeschleppt habe, und festgestellt, dass kein Kind anwesend sei. Sein Anwalt gab an, dass ein „Spotter“-Kollege das Auto ebenfalls inspiziert habe, ohne das Mädchen zu sehen.

Richter stellt Ansprüche in Frage

Der Bericht stieß auf Skepsis. Richter Corey Friedman, der den Fall leitete, äußerte sich ungläubig und erklärte, wenn ein Vierjähriger mit Verletzungen aus dem Fahrzeug springen müsste, hätte es jemand bemerken müssen.

Der Vorfall verdeutlicht schwerwiegende Fehler bei Standard-Abschleppverfahren und wirft Fragen zur Haftung auf. Abschleppunternehmen sind gesetzlich verpflichtet, sicherzustellen, dass Fahrzeuge leer sind, bevor sie abgeschleppt werden. Dieser Fall deutet jedoch darauf hin, dass diese Kontrollen möglicherweise nicht konsequent durchgeführt werden. Das Falschparken des Vaters entschuldigt nicht die Fahrlässigkeit beim Abschleppvorgang.

Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit einer strengeren Überwachung von Abschleppvorgängen, um zu verhindern, dass sich ähnliche Vorfälle in Zukunft ereignen.