Der CX-80 von Mazda ist eine überzeugende Wahl im überfüllten Segment der siebensitzigen SUV und bietet eine Mischung aus Praktikabilität, Raffinesse und einem Fahrerlebnis, das ihn von anderen abhebt. Während Mazda dieses Modell als Premium-Alternative zu Konkurrenten wie dem Land Rover Discovery und dem Audi Q7 positionieren möchte, bleibt der Preis wettbewerbsfähig und beginnt bei etwa 50.000 £. Der CX-80 zeichnet sich durch echte Vielseitigkeit beim Platzangebot auf den Rücksitzen und effiziente Antriebsoptionen aus – entweder ein Plug-in-Hybrid oder ein leistungsstarker Sechszylinder-Diesel.
Kernstärken und Marktposition
Der CX-80 ist Mazdas erster Siebensitzer für den britischen Markt und konkurriert direkt mit Mainstream-Modellen wie dem Hyundai Santa Fe und dem Kia Sorento. Allerdings hat Mazda höhere Ambitionen und möchte die Marke mit einem Fahrzeug aufwerten, das ein anspruchsvolleres Erlebnis bietet. Diese Strategie zeigt sich in der Verarbeitungsqualität, der Fahrdynamik und den verfügbaren Funktionen des CX-80, die darauf abzielen, die Lücke zwischen Mainstream- und Luxus-SUVs zu schließen.
Das Modell ist in den Ausführungen Exclusive-Line, Homura und Takumi erhältlich, wahlweise mit sechs Sitzen oder der Standardkonfiguration mit sieben Sitzen. Höhere Ausstattungsvarianten wie Homura und Takumi bieten eine sportlichere oder luxuriösere Ästhetik, die durch optionale „Plus Packs“ aufgewertet wird, die Upgrades wie Panorama-Schiebedächer und fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme umfassen.
Antriebsstrangoptionen und Leistung
Der CX-80 bietet zwei unterschiedliche Antriebsoptionen: einen Skyactiv-Plug-in-Hybrid und einen 3,3-Liter-Sechszylinder-Diesel. Beide Motoren sind serienmäßig mit Allradantrieb und einem Achtgang-Automatikgetriebe ausgestattet.
Der Plug-in-Hybrid leistet 323 PS und 500 Nm Drehmoment und beschleunigt in 6,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Obwohl die Leistung stark ist, kann sich der Übergang zwischen Elektro- und Benzinantrieb manchmal etwas ruckartig anfühlen. Die Dieselvariante leistet 251 PS und 550 Nm und beschleunigt in 8,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Dieselantrieb zeichnet sich durch seinen Reihensechszylindermotor mit großem Hubraum aus, eine Konfiguration, die in dieser Klasse immer seltener wird und ein sanftes und kultiviertes Fahrerlebnis bietet.
Beide Antriebsstränge bieten eine hohe Effizienz in der Praxis. Der Diesel kann bis zu 49,5 mpg zurückgeben, während der Plug-in-Hybrid bei normaler Aufladung durchschnittlich etwa 49 mpg erreicht, obwohl die Reichweite des Elektrofahrzeugs unter typischen Bedingungen auf etwa 20–25 Meilen begrenzt ist.
Fahrerfahrung und Handling
Mazda hat beim CX-80 der Fahrdynamik Priorität eingeräumt, was zu einem ruhigen und sicheren Fahrverhalten führt. Die Lenkung ist leichtgängig und präzise, mit wenig Anschein von Geländetauglichkeit, was den meisten Käufern entgegenkommt. Die Federung ist eher auf Stabilität als auf absolute Sportlichkeit abgestimmt, allerdings kann das Fahrverhalten bei niedrigen Geschwindigkeiten straff sein.
Das Fahrverhalten des CX-80 profitiert von der Doppelquerlenker-Vorderradaufhängung und der Mehrlenker-Hinterachse sowie von der vom MX-5-Sportwagen übernommenen Kinematic Posture Control (KPC)-Technologie, die das Wanken der Karosserie bei Kurvenfahrten reduziert.
Interieur und Technik
Die Kabine des CX-80 ist gut gebaut und funktional, obwohl ihr Design nicht das modernste oder abenteuerlichste ist. Das Infotainmentsystem ist einfach zu bedienen und verfügt über physische Tasten für die wichtigsten Bedienelemente, eine willkommene Abkehr von einigen übermäßig minimalistischen Designs.
Bereits in der Basisausstattung der Exclusive-Line ist der CX-80 mit Ledersitzen, Dreizonen-Klimaautomatik und LED-Scheinwerfern ausgestattet. Höhere Ausstattungen bieten zusätzliche Funktionen wie dunkle Ausstattung, schwarze Räder und Nappalederpolsterung. Zu den optionalen Plus-Paketen gehören Panorama-Schiebedächer, adaptive Scheinwerfer und verbesserte Audiosysteme.
Betriebskosten und Abschreibung
Der CX-80 bietet wettbewerbsfähige Betriebskosten, da beide Antriebsstränge eine gute Effizienz in der Praxis liefern. Es wird erwartet, dass die Restwerte nach drei Jahren bei etwa 53–54 % liegen und damit besser sind als bei einigen Konkurrenten. Allerdings überschreitet das Fahrzeug den Schwellenwert der Luxusautosteuer von 40.000 £, wodurch sich die jährlichen Kosten für die Kfz-Steuer erhöhen.
Der Plug-in-Hybrid bietet niedrigere Benefit-in-Kind (BiK)-Sätze für Dienstwagenfahrer, während für die Dieselvariante höhere Steuerspannen gelten. Dem CX-80 mangelt es an Gleichstrom-Schnellladefunktionen, ein Nachteil für Fernreisen.
Fazit
Der Mazda CX-80 ist ein vielseitiger siebensitziger SUV, der Praktikabilität, Eleganz und ansprechende Fahrdynamik in Einklang bringt. Obwohl es nicht das auffälligste Fahrzeug seiner Klasse ist, bietet es eine überzeugende Kombination aus Funktionen und Leistung zu einem wettbewerbsfähigen Preis. Für Käufer, die Wert auf Fahrspaß und Verarbeitungsqualität legen, ist der CX-80 ein starker Konkurrent.
