Mazda Australia hat bestätigt, dass es die Range-Extender-Versionen seiner neuen 6e-Limousine und seines CX-6e-SUV trotz ihrer Verfügbarkeit in China nicht importieren wird. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass sein bestehendes Angebot an batterieelektrischen, Plug-in-Hybrid- und traditionellen Verbrennungsmodellen den australischen Markt ausreichend abdeckt.
Warum Range-Extender übersprungen werden
Hiroshi Ozawa, ein wichtiger Programmmanager für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen bei Mazda, erklärte, dass die Entscheidung mit der „Multi-Solution“-Strategie der Marke übereinstimme. Mazda bietet bereits eine breite Palette an Antriebssträngen an, darunter vollelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride (CX-60 und CX-80), Standard-Hybride sowie konventionelle Benzin- und Dieselmotoren. Das Unternehmen sieht keinen unmittelbaren Bedarf für EREVs, die einen Elektromotor mit einem kleinen Verbrennungsmotor kombinieren, um die Reichweite zu erhöhen.
Was sind Range-Extender-Elektrofahrzeuge?
Elektrofahrzeuge mit erweiterter Reichweite (EREVs) sind in erster Linie als Elektrofahrzeuge konzipiert, wobei ein Benzinmotor als Notstromgenerator fungiert, um die Batterie bei Bedarf aufzuladen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hybridfahrzeugen können EREVs zum Laden angeschlossen werden, wodurch sie Plug-in-Hybriden ähneln, jedoch ein ausgeprägteres elektrisches Fahrerlebnis bieten.
Markttrends und Australiens Position
Während EREVs in China immer beliebter werden – der Absatz stieg im Jahr 2025 um 6 % auf 1,17 Millionen Einheiten – bleiben sie in Australien eine Nische. Der Markt bevorzugt vollelektrische Fahrzeuge (plus 24,4 % auf 7,88 Millionen Einheiten) und Plug-in-Hybride (plus 8,8 % auf 3,4 Millionen Einheiten). Derzeit wird in Australien nur ein EREV, der Leapmotor C10, verkauft.
Mazda bietet in China zwei EREV-Modelle an, die auf dem 6e und dem CX-6e basieren, der MX-30 R-EV ist jedoch exklusiv für andere Märkte erhältlich. Die EREV-Versionen verfügen über kleinere Batterien (31,73 kWh für den CX-6e und 18,9–28,4 kWh für den 6e) gepaart mit einem 1,5-Liter-Benzinmotor. Dadurch verringert sich die rein elektrische Reichweite, Mazda gibt jedoch eine kombinierte Reichweite von mehr als 1300 km an.
Australische Einführung batterieelektrischer Modelle
Der vollelektrische Mazda 6e wird im Juli in Australien auf den Markt kommen, gefolgt vom CX-6e im dritten Quartal 2024. Diese Modelle markieren Mazdas Rückkehr auf den EV-Markt, nachdem er den MX-30 letztes Jahr eingestellt hatte. Insbesondere hat Mazda auch darauf verzichtet, Plug-in-Hybrid-Varianten seiner SUVs CX-70 und CX-90 nach Australien zu bringen und sie stattdessen nur mit Mild-Hybrid-Benzin- oder Dieselmotoren anzubieten.
Fazit: Mazda priorisiert batterieelektrische Fahrzeuge in Australien und ist davon überzeugt, dass seine bestehenden Antriebsoptionen die aktuellen Marktanforderungen abdecken. Die strategische Entscheidung des Unternehmens spiegelt einen breiteren Trend zu reinen Elektrofahrzeugen wider und berücksichtigt gleichzeitig das wachsende, aber immer noch relativ kleine Segment der Range-Extender-Technologie.
