Mazda verlagert sich beim CX-5 2026 von seinem charakteristischen Drehregler hin zu einem großen Touchscreen und markiert damit eine bedeutende Änderung in seinem Infotainment-Ansatz. Seit über einem Jahrzehnt setzt sich das Unternehmen für den Controller-Knopf als sicherere und intuitivere Möglichkeit zur Verwaltung von Fahrzeugsystemen ein. Jetzt wird es ersetzt.
Bei diesem Schritt geht es jedoch nicht darum, die Konzentration auf den Fahrer aufzugeben. Laut Matthew Valbuena, Mazdas Projektmanager für fahrzeuginterne Technologien, legt der neue Mazda Connect mit Google Built-In weiterhin Wert auf die Minimierung von Ablenkungen. Die Änderung spiegelt wider, wie schnell sich das Infotainment im Auto weiterentwickelt hat, seit Mazda 2013 erstmals sein Rotationssystem eingeführt hat – bevor Android Auto und Apple CarPlay weit verbreitet waren.
Warum die Änderung? Flexibilität und Vertrautheit
Der Hauptgrund für die Verschiebung ist der Wunsch nach mehr Flexibilität. Das ältere Rotationssystem hatte Schwierigkeiten, sich an die wachsende Zahl von Touchscreen-basierten Apps und Funktionen anzupassen. „Der Versuch, diese große Vielfalt an Apps mit einem einzigen Befehlsknopf zu steuern, wäre sehr schwierig“, erklärte Valbuena. Google Built-In bietet Zugriff auf über 350 fahrzeuginterne Apps und Mazda möchte sicherstellen, dass seine Hardware die Fähigkeiten des Fahrzeugs nicht einschränkt.
Ein weiterer Schlüsselfaktor ist die Vertrautheit der Verbraucher. Da die Mehrheit der Fahrer bereits Touchscreens auf ihren Smartphones nutzt, strebt Mazda ein intuitiveres Erlebnis an. Das Ziel besteht darin, eine steile Lernkurve zu vermeiden und den Fahrern die Möglichkeit zu geben, „einzusteigen und loszulegen“, anstatt ein dickes Benutzerhandbuch zu Rate zu ziehen.
Wie Mazda die Sicherheit im Auge behält
Trotz der Umstellung auf einen Touchscreen gibt Mazda sein Engagement für die Fahrersicherheit nicht auf. Das neue System integriert mehrere Steuerungsmethoden:
- Lenkradtasten: Spezielle Bedienelemente für die 360-Grad-Kamera, M-Drive und die Auswahl der Medienquelle.
- Spracherkennung: Ermöglicht die Freisprechbedienung für viele Funktionen.
- Angeheftete HVAC-Bedienelemente: Die Klimasteuerungen sind immer unten auf dem Touchscreen zugänglich.
Mazda vergleicht den Übergang mit der Evolution vom iPod Classic zum iPod Touch. Beide erfüllen ähnliche Aufgaben, der Touch bietet jedoch eine größere Funktionalität und Anpassungsfähigkeit.
Was kommt als nächstes?
Mazda bestätigt zwar nicht, ob dieses System auch auf andere Modelle ausgeweitet wird, geht jedoch davon aus, dass die Verbrauchernachfrage die weitere Einführung vorantreiben wird. Das Unternehmen plant, in absehbarer Zukunft weiterhin sowohl Mazda Connect als auch Mazda Connect mit Google Built-In anzubieten und den Kunden damit die Wahl zu lassen.
„Die Stimmung der Verbraucher wird die Nachfrage danach verstärken, dass sich dies im gesamten Sortiment ausbreitet“, sagte Valbuena und zeigte damit Vertrauen in die Attraktivität des neuen Systems.
Der CX-5 2026 ist ein Testgelände für die zukünftige Infotainment-Strategie von Mazda, und das Unternehmen ist davon überzeugt, dass dieser Wandel das Unternehmen an die sich verändernden Verbrauchererwartungen anpassen und gleichzeitig seinen Fokus auf die Fahrersicherheit aufrechterhalten wird.
