Neuwagen sind zuverlässiger als je zuvor, doch die Besitzer sind verärgerter denn je

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Moderne Fahrzeuge sind vollgepackt mit Technologie, von Touchscreens und Sensoren bis hin zu drahtlosen Updates. Eine aktuelle Studie von JD Power zeigt jedoch, dass die Zuverlässigkeit von Autos abnimmt, je intelligenter sie werden.

Zuverlässigkeit nimmt ab

Die neueste JD Power Vehicle Dependability Study, bei der 33.268 Besitzer von Fahrzeugen des Jahres 2023 befragt wurden, zeigt einen sich verschlechternden Trend. Die Probleme stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2 pro 100 Fahrzeuge, sodass der Branchendurchschnitt bei 204 Problemen pro 100 Fahrzeugen liegt (PP100). Dies ist die höchste Rate seit 2022 und verlängert den dreijährigen Rückgang der langfristigen Zuverlässigkeit.

Das Problem ist nicht ein mechanischer Defekt, sondern die Software und die Konnektivität. Das ist neu; Früher fielen Autos aufgrund fehlerhafter Teile aus. Jetzt scheitern sie aufgrund von Fehlern, Störungen und fehlgeschlagenen Updates.

Infotainmentsysteme führen zu Beschwerden

Infotainmentsysteme sind die Hauptursache für Frustration und erzeugen 56,7 PP100. Die größten Probleme bereiten die Smartphone-Integration, wobei Konnektivitätsprobleme bei Apple CarPlay und Android Auto mit 8,9 PP100 an der Spitze liegen. Auch Bluetooth und kabelloses Laden tragen erheblich zu Beschwerden bei.

Das ist wichtig, weil Autofahrer eine nahtlose Technologieintegration erwarten. Moderne Autos sind auf das Smartphone-Erlebnis ausgerichtet; Wenn das fehlschlägt, ruiniert es das gesamte Fahrerlebnis.

Over-the-Air-Updates weisen eine schlechte Leistung auf

Over-the-Air-Softwareupdates (OTA) versprechen Verbesserungen, doch die Studie zeigt, dass sie oft nicht ausreichen. Nur 27 % der Befragten stellten nach einem Update eine positive Veränderung fest, während 58 % keinen Unterschied meldeten. Fahrzeuge, die OTA-Updates erhielten, zeigten tatsächlich mehr Probleme.

Die Diskrepanz zwischen Versprechen und Realität schadet dem Vertrauen. Eigentümer stehen Aktualisierungen skeptisch gegenüber, wenn sie keine greifbaren Vorteile bringen.

Zuverlässigkeit des Antriebsstrangs: Probleme mit Hybriden

Plug-in-Hybride sind mit 281 PP100, 39 mehr als im Vorjahr, der am wenigsten zuverlässige Antriebstyp. Elektro- und Hybridfahrzeuge verzeichneten ebenfalls Zuwächse (jeweils 14 PP100), während sich die Zahl herkömmlicher Gasmotoren leicht auf 198 PP100 verbesserte.

Der Übergang zu elektrifizierten Fahrzeugen legt neue Schwachstellen offen. Während Benzinmotoren ausgereift sind, entwickelt sich die Hybrid- und Elektrofahrzeugtechnologie immer noch weiter, und die Besitzer zahlen den Preis dafür.

Top-Performer und schlimmste Straftäter

Lexus belegte mit 151 PP100 den höchsten Platz in Sachen Zuverlässigkeit und lag damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Der Lexus IS war das zuverlässigste Fahrzeug überhaupt. Zu den weiteren starken Leistungsträgern zählten Honda Civic, Kia Forte und Toyota Camry.

Am unteren Ende verzeichneten VW, Volvo, Land Rover, Tesla und Mercedes-Benz allesamt höhere Emissionsquoten. Premiummarken schnitten insgesamt schlechter ab als Massenmarktmarken und kehrten damit einen aktuellen Trend um.

Der Ruf einer Marke ist nicht immer eine Garantie für Zuverlässigkeit. Luxusfahrzeuge sind nicht unbedingt zuverlässiger; in einigen Fällen sind sie weitaus schlimmer.

Die Kernaussage ist klar: Moderne Autos sind zu komplex geworden. Der unermüdliche Drang nach Funktionen und Konnektivität geht auf Kosten der Zuverlässigkeit. Fahrer wollen einen zuverlässigen Transport und keinen weiteren Software-Betatest.