Maserati-Verkaufseinbruch: Porsche übertrifft innerhalb weniger Tage

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Die Verkaufszahlen von Maserati für 2025 zeigen einen starken Rückgang: Die italienische Luxusmarke liefert weltweit nur 7.900 Fahrzeuge aus. Dies stellt einen Rückgang von 30 % gegenüber den 11.300 Einheiten im Jahr 2024 dar und ist der niedrigste Gesamtwert seit 2012. Mit diesem Rückgang liegt Maserati bei den Verkäufen von Luxusfahrzeugen hinter Konkurrenten wie Ferrari (13.640 Einheiten) und Lamborghini (10.747 Einheiten).

Porsches Dominanz

Im krassen Gegensatz dazu lieferte Porsche im Jahr 2025 279.449 Autos aus. Das bedeutet, dass Porsche in etwa 10 Tagen mehr Autos verkaufte als Maserati in einem ganzen Jahr. Die Ungleichheit verdeutlicht die unterschiedlichen Schicksale dieser beiden Marken: Porsche floriert, während Maserati Probleme hat.

Maseratis jüngster Niedergang

Maserati erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 2017 mit 51.500 Verkäufen, angetrieben von der Ghibli-Limousine und dem Levante-SUV. Nach der COVID-Krise stabilisierten sich die Verkäufe von 2021 bis 2023 bei rund 25.000 Einheiten pro Jahr. Die Auslieferungen gingen jedoch um 57 % im Jahr 2024 und um weitere 30 % im Jahr 2025 zurück, was auf einen starken und sich beschleunigenden Rückgang hindeutet.

Das Scheitern der Revitalisierung des Grecale

Die Markteinführung des SUV Grecale im Jahr 2022 sollte den Absatz ankurbeln, doch die Nachfrage blieb aus. Nach 14.500 Auslieferungen im ersten vollen Jahr (2023) sind die Verkäufe ins Stocken geraten. Die aktuelle Maserati-Reihe besteht aus den Supersportwagen MC20 und MCPura, GranTurismo/GranCabrio und dem schwächelnden Grecale. Produktionsverlagerungen, einschließlich der Verlagerung von Grand Tourern nach Modena, spiegeln Umstrukturierungsbemühungen wider, dennoch sinken die Verkäufe weiter.

Finanzielle Auswirkungen

Der Umsatz von Maserati sank von 1,04 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 726 Millionen Euro im Jahr 2025. Während sich das bereinigte Betriebsergebnis (AOI) leicht verbesserte (Verlust verringerte sich auf 198 Millionen Euro), verschlechterte sich die AOI-Marge aufgrund der Abhängigkeit von Anreizen in Nordamerika auf -27,3 %.

Stellantis‘ Erklärung

Stellantis führt den Rückgang auf ein gestrafftes Angebot nach der Einstellung von Levante und Ghibli sowie auf Handelsprobleme und eine nachlassende Nachfrage in China zurück. Diese Faktoren haben in Kombination mit den breiteren Marktbedingungen ein herausforderndes Umfeld für Maserati geschaffen.

Dieser Abschwung wirft Fragen zur Markenpositionierung und Zukunftsfähigkeit von Maserati auf. Die Unfähigkeit des Unternehmens, effektiv mit Porsche und anderen Luxusmarken zu konkurrieren, legt die Notwendigkeit erheblicher strategischer Anpassungen nahe, um Marktanteile zurückzugewinnen.