Ford erlebt eine starke Divergenz bei den Verkaufstrends: Während die Nachfrage nach seinen traditionellen benzinbetriebenen Fahrzeugen stark ansteigt, ist das Angebot an Elektrofahrzeugen (EV) mit erheblichen Rückgängen konfrontiert. Diese Verschiebung verdeutlicht die wachsende Zurückhaltung der Verbraucher gegenüber Elektrofahrzeugen, insbesondere angesichts abnehmender finanzieller Anreize und reduzierter Funktionen.
Gas Mustang führt den Angriff an
Der gasbetriebene Ford Mustang verzeichnete im Februar 2026 einen bemerkenswerten Verkaufsanstieg von 54,5 % und erreichte 4.313 verkaufte Einheiten. Auch die Verkäufe seit Jahresbeginn sind um über 52 % gestiegen, was das anhaltende Interesse der Verbraucher an der neuesten S650-Generation bestätigt. Dieser Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass viele Autohersteller mit der nachlassenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zu kämpfen haben.
EV-Verkäufe im freien Fall
Im Gegensatz dazu erlitt der elektrische Mustang Mach-E im Februar einen 54,6 %igen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, da nur 1.502 Einheiten verkauft wurden. Die Zahlen für das laufende Jahr sind mit einem Rückgang um 62,8 % sogar noch alarmierender. Dieser Rückgang fällt mit der kürzlich erfolgten Entfernung von Ausstattungsmerkmalen aus dem Fahrzeug zusammen, was möglicherweise potenzielle Käufer abschreckt.
Der Gesamtabsatz von Elektrofahrzeugen von Ford brach im Februar um 71 % ein und fiel von 7.326 Einheiten auf nur 2.122. Auch die F-150 Lightning verzeichnete einen dramatischen Rückgang von 76,3 %, wobei nur 522 Einheiten verkauft wurden. Den stärksten Rückgang verzeichnete der E-Transit, dessen Verkäufe um 94,6 % auf nur 98 Einheiten zurückgingen.
Der Einbruch der Elektrofahrzeugverkäufe deutet darauf hin, dass Elektrofahrzeuge ohne erhebliche staatliche Subventionen oder überzeugende Wertversprechen Schwierigkeiten haben, mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren zu konkurrieren.
Zuwächse bei Benzin-SUV gleichen den Gesamtrückgang aus
Während die breitere Marke Ford im Februar einen Umsatzrückgang von 6,3 % verzeichnete, widersetzten sich mehrere Kern-Benzin-SUVs dem Trend. Die Explorer-Verkäufe stiegen um 33,4 % auf 20.100 Einheiten, während der Bronco und der Bronco Sport um 27,6 % bzw. 12,4 % zulegten. Der eingestellte Escape verzeichnete einen starken Rückgang um 71,2 %, andere Benzinmodelle profitieren jedoch eindeutig von den Verbraucherpräferenzen.
Lincoln zeichnet sich durch Premium-Wachstum aus
Lincoln, die Luxussparte von Ford, verzeichnete einen starken Februar mit einem 12,2%igen Anstieg der Gesamtverkäufe der Marke auf 7.578 Einheiten. Mit einem Umsatzanstieg von 50,1 % bzw. 31,8 % trugen der Aviator und der Navigator maßgeblich zu diesem Wachstum bei. Dies deutet darauf hin, dass Luxuskäufer von der allgemeinen Abschwächung des Elektrofahrzeugmarkts besser abgeschirmt sind.
Die jüngsten Verkaufszahlen enthüllen eine krasse Realität: Während Elektrofahrzeuge auf Gegenwind stoßen, erfreuen sich benzinbetriebene Autos weiterhin großer Beliebtheit bei vielen Verbrauchern. Das Fehlen bundesstaatlicher Steuergutschriften und Funktionsreduzierungen hat die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen erheblich gedämpft, während SUVs mit Kerngasantrieb nach wie vor beliebt sind. Die Gesamtleistung von Ford bleibt eine Herausforderung, aber seine Benzinmodelle bieten einen entscheidenden Puffer gegen einen weiteren Rückgang.
