Renault Duster will mit dem Verkaufsschub des Suzuki Jimny aufholen

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Renault Australia setzt auf eine erhöhte Lagerverfügbarkeit, um die Duster-Verkäufe anzukurbeln, auch wenn der Konkurrent Suzuki eine starke Nachfrage nach seinem kürzlich überarbeiteten Jimny sieht. Obwohl der Duster Mitte 2025 auf den Markt kam, verzeichnete er mit nur 302 ausgelieferten Einheiten in den letzten acht Monaten bescheidene Verkaufszahlen und blieb damit hinter der Van-Reihe von Renault und dem beliebten Jimny zurück.

Jimny dominiert trotz Versorgungsproblemen

Allein im Jahr 2026 wurden vom Suzuki Jimny bereits 1.207 Einheiten verkauft, darunter rund 600 Vorbestellungen für den Dreitürer nach einer fast einjährigen Pause. Dies zeigt die anhaltende Attraktivität des Jimny, selbst bei begrenztem Angebot. Im Vergleich dazu hat der Duster noch keinen nennenswerten Einfluss auf den Markt.

Renaults Strategie: Mehr Lagerbestand, mehr Varianten

Glen Sealey, General Manager von Renault Australia, erklärt, dass die Einführung zusätzlicher Duster-Lagerbestände, darunter bisher nicht verfügbare Varianten wie der Techno 4×4, den Umsatz nach oben treiben dürfte. Die Nachfrage sowohl nach den 4×4- als auch nach den 4×2-Modellen steigt, da mehr Fahrzeuge verfügbar werden.

„Als wir Duster auf den Markt brachten, waren unsere Lagerbestände knapp und das sagten wir; wir dachten nicht, dass wir vor diesem Jahr Vorräte bekommen würden“, sagte Sealey.

Regulatorische Herausforderungen: Der NVES-Faktor

Allerdings steht Renault vor einer weiteren Hürde: Australiens New Vehicle Efficiency Scheme (NVES). Das System bestraft Hersteller für die Überschreitung strenger CO2-Emissionsgrenzwerte. Der Duster stößt 129 g/km CO2 aus, was etwas über dem aktuellen NVES-Ziel von 117 g/km liegt und möglicherweise zukünftige Verkaufsmengen einschränkt. Auch Suzuki erkennt den Druck von NVES an, setzt aber weiterhin auf Erschwinglichkeit bei Hybrid- und Elektromodellen.

Preiswettbewerb und Fahrzeugunterschiede

Beide Fahrzeuge sind ähnlich teuer, wobei der Duster zwischen 31.990 und 37.990 US-Dollar und der Jimny zwischen 31.990 und 37.490 US-Dollar vor Straßenkosten liegt. Allerdings unterscheiden sich die beiden SUVs grundlegend in der Konstruktion: Der Duster verfügt über ein Unibody-Design, während der Jimny ein eher traditioneller Offroader mit Karosserie auf Rahmen ist. Der Preis des Jimny ist seit seiner Einführung im Jahr 2019 aufgrund von Spezifikationsaktualisierungen um 8.000 US-Dollar gestiegen.

Kann der Duster aufholen?

Ob der Duster die Verkaufszahlen des Jimny deutlich übertreffen kann, bleibt ungewiss. Renault setzt auf größere Lagerbestände und attraktive Varianten, doch die etablierte Beliebtheit des Jimny und Suzukis Engagement für Erschwinglichkeit stellen ein gewaltiges Hindernis dar. Die Auswirkungen der NVES-Vorschriften könnten die Wettbewerbslandschaft weiter verkomplizieren.