Porsche hat den Status seiner Flaggschiff-Elektrolimousine offiziell als unangefochtener König der leistungsstarken Oberklasse-Elektrofahrzeuge auf der Rennstrecke gefestigt. Durch die Ausstattung des Taycan Turbo GT mit einem speziellen Manthey Performance Kit stellte der deutsche Automobilhersteller einen neuen Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife auf: 6 Minuten, 55,533 Sekunden.
Dieser Erfolg ist nicht nur wegen der reinen Geschwindigkeit von Bedeutung, sondern auch wegen seiner Bedeutung in der gesamten Automobillandschaft. Während Verbrennungsmotoren immer noch die absoluten Spitzenplätze bei den Rundenzeiten innehaben, verringert sich der Abstand rapide. Die neue Zeit unterschreitet den bisherigen Porsche-Rekord vom Oktober 2023 um 12,0 Sekunden und übertrifft den zweitschnellsten elektrischen Oberklassewagen um gewaltige 9,0 Sekunden.
Der Manthey-Vorteil: Mehr Leistung, weniger Gewicht
Pilotiert wurde das Rekordfahrzeug von Porsche-Testfahrer Lars Kern, der feststellte, dass die Upgrades das Auto in ein „ultimatives Rennstreckengerät“ verwandelten. Das Manthey-Set ist nicht nur kosmetischer Natur; Es verändert die Leistungsmerkmale des Fahrzeugs grundlegend in drei Schlüsselbereichen: Optimierung des Antriebsstrangs, aerodynamische Effizienz und Gewichtsreduzierung.
1. Verbesserungen des Antriebsstrangs
Das auffälligste Upgrade ist die Leistungssteigerung. Der serienmäßige Taycan Turbo GT leistet 804 PS, aber der Manthey-Bausatz steigert diese auf 804 PS (Hinweis: Laut Quelle ist 804 die Basis, der Bausatz fügt 27 PS hinzu? Lesen wir es noch einmal sorgfältig durch. „Der EV leistet jetzt 804 PS, 27 PS mehr als zuvor … Im Angriffsmodus springt die Leistung von 939 PS auf 979 PS.“)
* Standardleistung: um 27 PS auf 804 PS erhöht.
* Leistung im Angriffsmodus: Steigt auf 979 PS (von 939 PS).
* Höchstgeschwindigkeit: Erhöht auf 193 Meilen pro Stunde.
2. Aerodynamik und Abtrieb
Um diese Kraft bewältigen zu können, benötigt das Auto viel Grip. Das Manthey-Paket beinhaltet eine umfassende Aero-Überholung:
* Ein verstellbarer Heckflügel mit vergrößerten Endplatten.
* Optimierte Front- und Hochleistungs-Heckdiffusoren.
* Unterboden-Luftabweiser und Aero-Scheiben am Hinterrad.
Diese Änderungen erhöhen den Abtrieb dramatisch. Bei 120 Meilen pro Stunde erzeugt das Auto 683,4 Pfund Abtrieb, eine enorme Steigerung gegenüber den bisherigen 209,4 Pfund. Dadurch kann das Auto schneller Kurven fahren und später mit größerer Stabilität bremsen.
3. Bremsen und Gewichtsreduzierung
Das Chassis wurde versteift und leichter, um das Ansprechverhalten zu verbessern:
* Bremsen: Größere Bremsscheiben mit 17,3 Zoll (vorne) und 16,1 Zoll (hinten) sorgen für überlegene Bremskraft.
* Räder: 21-Zoll-Räder aus geschmiedetem Aluminium mit Pirelli P Zero Trofeo RS-Reifen ersetzen die Standardfelgen.
* Ungefederte Masse: Die leichteren Räder reduzieren die ungefederte Masse um 6,6 Pfund, sodass die Federung schneller auf Streckenunebenheiten reagieren kann.
Warum das für den EV-Markt wichtig ist
Dieser Rekord verdeutlicht einen wachsenden Trend: Spezialisierung des Aftermarkets auf Elektrofahrzeuge. In der Vergangenheit wurde das Tuning von Verbrennungsmotoren dominiert, bei denen Modifikationen an Auspuff, Einlass und Turboaufladung üblich waren. Bei Elektrofahrzeugen ist die Abstimmung komplexer und konzentriert sich auf das Wärmemanagement der Batterie, Software-Leistungsgrenzen und Aerodynamik.
Die Beteiligung von Porsche an Manthey – einem renommierten Motorsportspezialisten – ermöglicht ein Maß an Integration, das unabhängige Tuner möglicherweise nur schwer erreichen können. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das die Lücke zwischen einer Luxuslimousine und einer speziellen Rennwagenwaffe schließt.
„Auf der Nordschleife spürt man, wie viel mehr Stabilität und Sicherheit das Auto in schnellen Abschnitten und beim Bremsen bietet“, sagte Lars Kern.
Fazit
Der neue Rekord des Porsche Taycan Turbo GT Manthey von 6:55,533 ist ein klares Signal dafür, dass es bei Elektro-Performance-Autos nicht mehr nur um Beschleunigung auf der Geraden geht. Durch die Kombination von mehr PS, überlegener Aerodynamik und verfeinerter Fahrwerksdynamik hat Porsche bewiesen, dass Elektrofahrzeuge auf höchstem Leistungsniveau auf der Rennstrecke mithalten können. Während er in absoluten Rundenzeiten immer noch hinter Hypercars wie der Corvette ZR1X oder dem Mustang GTD zurückbleibt, ist er allein die schnellste elektrische Oberklasse-Limousine der Welt.






























