Es blutet Geld. Versicherer im Vereinigten Königreich zahlen mehr als 110 Millionen Pfund an Schadensersatzansprüchen im Zusammenhang mit E-Scootern und E-Bikes. Die Zahl steigt nicht nur – sie explodiert. Und niemand kennt die Regeln wirklich.
Das Motor Insurance Bureau (MIB), eine von Versicherern finanzierte gemeinnützige Organisation zur Absicherung nicht versicherter Fahrer, hat seit 2015 über 700 dieser Ansprüche bearbeitet. Die Gesamtrechnung beläuft sich auf fast 111 Millionen Pfund. Aber schauen Sie sich die Zeitleiste an. Etwa 47 Millionen Pfund davon wurden im Jahr 2025 gezahlt. Im Jahr zuvor flossen etwa 30 Millionen Pfund aus der Finanzierung. Diese Zahlen fühlen sich jetzt sicher hoch an. Das MIB stellt jedoch fest, dass sie wahrscheinlich unvollständig sind. Schadensfälle hinken den Unfällen hinterher. Opfer haben bis zu drei Jahre Zeit, um Anzeige zu erstatten. Die tatsächliche Gesamtsumme ist also wahrscheinlich höher. Es hat noch Zeit zu wachsen.
Die Wissenslücke
Angus Eaton, der CEO der MIB, sieht einen gefährlichen blinden Fleck. Die Leute lieben ihre Mikromobilitätsspielzeuge, aber sie hassen es, das Gesetz zu lernen.
Es besteht eine besorgniserregende Kluft zwischen der Häufigkeit der Nutzung dieser Fahrzeuge durch die Menschen und ihrem Verständnis der rechtlichen Bestimmungen.
Viele Fahrer denken, dass es kein Problem ist, mit privaten E-Scootern herumzusausen. Das sind sie nicht. Tatsächlich ist das Fahren eines privaten E-Scooters auf öffentlichen Straßen im Vereinigten Königreich streng verboten. Wenn Sie kein zugelassenes Mietsystem nutzen, sind Sie nicht versichert. Und das macht Sie ungeschützt.
Willst du es riskieren? Sie erhalten sechs Strafpunkte für Ihren Führerschein. Eine unbegrenzte Geldstrafe. Ihr Roller wird beschlagnahmt. Es kann sogar sein, dass Sie die Fahrtüchtigkeit vollständig verlieren. Die Versicherungsprämien werden später steigen. Das ist, wenn Sie nicht zuerst jemanden verletzen.
Es steht nicht nur finanzieller Natur auf dem Spiel. Sie sind körperlich. Das MIB berichtet von traumatischen Hirnverletzungen, gerissenem Gewebe und komplexen Frakturen, die operiert werden müssen. Diese kleinen, schnellen Maschinen treffen die Menschen hart.
Das Verkehrsministerium bezeichnet E-Scooter-Benutzer als „andere Verkehrsteilnehmer“. Im Jahr 2026 erlitt diese Gruppe etwas mehr als 2.0200 Verkehrsunfälle auf britischen Straßen. Das sind 11 Prozent mehr als 2015, wenn auch etwas weniger als im Vorjahr. Radfahrern erging es anders – etwa 16.000 Opfer. Vor weniger als zehn Jahren, ja, aber 10 Prozent höher als die Zahlen von 2024.
Sind wir jetzt sicherer auf zwei Rädern? Die Daten sagen nicht ganz Ja.






























