BYD hat gerade den Dolphin G herausgebracht. Über Nacht. In Europa.
Es ist der bisher kleinste Plug-in-Hybrid der Marke und vielleicht am interessantesten: das erste Auto, das BYD tatsächlich mit Blick auf Europa entwickelt hat. Nicht angepasst. Nicht umbenannt. Entworfen.
Mit einer Länge von 4,16 Metern fällt er größer aus als die Konkurrenz. Größer als ein Toyota Yaris. Größer als ein VW Polo. In jeder Hinsicht größer als der Peugeot 208, außer in der Höhe, vermutlich, weil sie es nicht gesagt haben, aber Sie wissen schon. Außerdem ist es etwa 10 cm breiter als alle drei.
Es liegt direkt unter seinem Cousin, dem Dolphin EV. Das ist länger. Dieses hier? Stubbier. Weiten Sie sich aus. Kürzere Haltung.
Unter der Haube, nun ja, unter dieser überraschend kurzen, stämmigen Motorhaube, verbirgt sich die mysteriöse Fleischkombination. Ein Benzinmotor. Ein Elektromotor. Zusammen versprechen sie eine Reichweite von 1000km. Vielleicht mehr. BYD sagt „mindestens“. Wir nehmen es vorerst im Glauben an.
Die Erwartungen sind hoch, dass der Antriebsstrang den Atto 2 DM-i widerspiegelt. Dieses Modell existiert in Europa, lässt Australien jedoch vollständig außer Acht. Seltsam.
Der Atto 2 hat zwei Geschmacksrichtungen.
- Die Basis: 1,5-Liter-Vierzylinder plus Motor. 122 kW zusammen. Eine winzige Batterie mit 7,8 kWh. Nach den WLTP-Regeln kommen Sie allein mit Elektroantrieb auf etwa 39 km. Nicht viel. Vielleicht gerade genug für die Post.
- Das Biest: 156 kW. Gleiches Drehmoment. Eine größere 18-kWh-Batterie. Dadurch erhöht sich die Reichweite des Elektrofahrzeugs auf angeblich 88 km**. Eigentlich brauchbar.
Doch BYD schweigt. Absichtlich. Noch keine Spezifikationen zum Dolphin G selbst. Schweigen ist sicherlich eine Taktik. Oder vielleicht einfach nur Faulheit. Launch-Hits im Juni. Wir warten.
Der Verkauf in Großbritannien und Kontinentaleuropa beginnt bald. Eigentlich schon in den nächsten paar Wochen. Kunden erhalten ihre Schlüssel im Spätsommer.
Schauen Sie sich die Fotos an. Hankook Reifen. Auf den Kopfstützen ist ein „G“ eingestickt. Kleine Aufmerksamkeiten. Menschliche Berührungen.
Also… nach Australien kommen? 🇦🇺
Zweifelhaft. Der Produktionsaspekt macht es kaputt. Der Dolphin G wird in Ungarn gebaut. Genau dort in Europa. BYD liebt seine regionalen Lieferketten.
Ein in Europa hergestelltes Auto auf die andere Seite des Planeten zu transportieren, macht finanziell keinen Sinn. BYD gewinnt beim Preis. Stets. Wenn Sie für den Versand bezahlen, bröckelt der Wertanspruch.
Wir warten. Wieder.
