Konzepte, die alles verändert haben

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Konzeptautos heute? Es handelt sich meist nur um getarnte Serienmodelle. Ich warte darauf, nächsten Monat bei den Händlern erhältlich zu sein. Früher war das anders. Damals bedeutete der Begriff etwas Radikales. Ein Einblick in pure Fantasie. Keine Grenzen. Keine Sicherheitsausschüsse. Nur Designer, die mit Metall und Glas Gott spielen.

Wir blicken auf mehr als achtzig Jahre seltsamer und wunderbarer Maschinen. Wir haben ein paar ausgewählt. Wir hätten zehnmal so viele auswählen können. Vielleicht ist das besser. Hier ist die Fahrt:

Buick Y-Job (1941)

Nennen wir es das erste Konzeptauto. Jeder tut es. Es ist nicht unbedingt wahr – der Volvo Venus Bilo tauchte 1933 auf –, aber der Y-Job machte Harley Earl zur Legende. Der Designchef von General Motors brauchte eine Leinwand. Er hat es verstanden.

Das Ding sah aus, als wäre ein Raumschiff gegen eine Limousine gekracht. Versteckte Scheinwerfer. Elektrische Fensterheber. Ein elektrisches Dach, versteckt unter einem Hardtop. Das waren keine Spielereien. Sie gaben den Ton für jedes amerikanische Auto nach dem Zweiten Weltkrieg an. Subtil? Nein. Laut? Ja.

Buick LeSabre (1948)

Harley Earl wollte eine Zugabe. Er hat eins bekommen. Der LeSabre schrie Optimismus. Oder zumindest die optimistische Art, die Öl mit drei Meilen pro Gallone verbrennt.

Es saß tief. Etwa einen ganzen Fuß tiefer als normale Autos. Ein 335 PS starker V8 unter der Haube. Riesige Schwanzflossen. Die umlaufende Windschutzscheibe war damals wild. Jetzt? Standard. Es gab sogar ein Dach, das sich öffnete, wenn es regnete. Automatische Wettererkennung? In den Fünfzigern? Sicher. Dies war der Höhepunkt des Jet-Zeitalters in Amerika. Überall Schwanzflossen.

„Die Ästhetik des Jet-Zeitalters begann nicht mit einem Flugzeug. Sie begann hier.“

Ford XL-500 (1962)

Übertragung per Knopfdruck. Überall Glas. Durch das Glasdach konnte man den Himmel nicht sehen. Ein echtes Problem, bis die Klimaanlage den Hitzestau behoben hat. Schlau.

Es gab auch ein Telefon. Einbau-Wagenheber für Wohnungen. Ford wusste, dass wir faule Fahrer sein würden. Sie wussten einfach nicht, dass wir immer noch im Stau stecken würden. Warum fahren, wenn man sowieso nur Metall bewegt?

Alfa Romeo BAT 5 (1961)

Amerika hatte Spaß mit Flossen. Italien setzte auf Aerodynamik. Nuccio Bertone spielte nicht herum. Er entwickelte drei BAT-Konzepte. Das ist es, was deinem Gehirn schadet.

Der BAT 5 sieht aus, als hätte ein Käfer mit einem Pfeil ein Baby bekommen. Der Luftwiderstandsbeiwert? 0,28. Winzig. Im nächsten Jahr erreichte der BAT 7 0,30? Warten Sie – 0,20 bei den früheren Prototypen. So oder so glitt es durch die Luft.

Der Motor war bescheiden. 100 PS. Das Gewicht? Leicht wie eine Feder. Höchstgeschwindigkeit von 142 Meilen pro Stunde? Leicht. Form vor Funktion? Nicht ganz. Beide.

Buick Wildcat II (1947)

Ein fliegender Flügel auf Rädern. Buchstäblich. Die Frontpartie sieht aus wie das Cockpit eines Jets. Glasfaserkörper. Das war neu für 1947.

Schauen Sie sich die Mitte genau an. Siehst du das? Das ist der Geist der ersten Corvette. Der Wildcat sah nicht nur futuristisch aus. Es hat den Grundstein gelegt. Ohne diese seltsame Metallskulptur gäbe es nicht die Sportwagenkultur, die wir heute haben. Zufall? Kaum.

De Soto Abenteurer (1945)

Dieses Ding braucht einen eigenen Absatz. Der ganze Körper hebt ab. Der Fahrer bleibt sitzen, während der Rest des Wagens über hydraulische Kolben angehoben wird.

Kein Dach? Kein Problem. Es ist ein Open-Air-Erlebnis. De Soto dachte, wir würden den Himmel spüren wollen, während wir im Vorstadtverkehr stecken. Ein edler Misserfolg.