Warum der Kia e-Niro nach 62.000 Meilen mehr Ladung hält als ein Tesla

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Die Batterieangst ist nicht mehr das, was sie einmal war. Vor ein paar Jahren fühlte sich der Kauf eines Elektrofahrzeugs wie ein Vertrauensvorschuss an. Würde das Rudel in drei Runden scheitern? Fünf? Vielleicht sieben? Die Technologie ist ausgereift. Eine neue Studie aus Schweden bestätigt, dass moderne Batterien weitaus widerstandsfähiger sind, als ihr Ruf vermuten lässt. Konkret stellt sich nun die Frage: Welches Elektrofahrzeug hält die Ladung nach 100.000 Kilometern am besten?

Die Antwort ist möglicherweise nicht das, was Sie erwarten. Es ist kein Tesla. Es ist ein Kia.

Wie der Batteriezustand tatsächlich gemessen wird

Die Daten stammen von Carla, einem Online-Automarktplatz in Schweden. Sie analysierten 9.954 Batteriegesundheitstests, die zwischen 2022 und Anfang 2026 durchgeführt wurden. Aber die Methodik ist das Entscheidende. Für die Tests wurde ein AVILOO-Diagnosetool verwendet. Dieses Gerät misst den wahren Gesundheitszustand.

Vergessen Sie, was Ihr Dashboard Ihnen sagt. Die Messwerte im Auto sind oft optimistisch. Sie zeichnen ein rosigeres Bild, als die Realität zulässt. AVILOO umgeht diese Softwareglättung. Es vermittelt Ihnen die kalten, harten Fakten der elektrochemischen Degradation.

Nach 62.00 Meilen (100.000 km) zeigten die meisten Autos eine beeindruckende Haltbarkeit. Aber eine Marke dominierte die Liste.

Die gesündeste Batterie für Elektrofahrzeuge geht an die Hyundai Motor Group

Der Sieger mit Abstand ist der Kia e-Niro. Es behielt 97,25 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität. Das ist atemberaubend. Der Hyundai Kona folgt dicht dahinter und nutzt den gleichen 64-kWh-Akku. Es hielt 97,18 Prozent.

Auch der dritte Platz gehört dem Stall der Hyundai Motor Group. Der Kia EV6, ausgestattet mit einer 77,4-kWh-Batterie, schloss mit starken Zahlen ab. Die Spitze des Podiums ist im Wesentlichen eine Familienangelegenheit.

„Das Rudel dürfte jetzt das umhüllte Auto überdauern.“

Dabei geht es nicht nur um Marken. Es geht um Zellchemie. Die Dominanz von Hyundai/Kia deutet darauf hin, dass ihr spezifisches Batteriemanagement oder ihre Zellenbeschaffung für eine langfristige Langlebigkeit unter gemischten Fahrbedingungen überlegen ist.

Leistungsstärkste europäische Alternativen

Wenn Sie sich nicht für koreanischen Metal interessieren, gibt es andere starke Konkurrenten. Als nächstes folgte der Volvo XC40, der von einem CATL-69-kWh-Paket angetrieben wird. Es hielt 94,70 Prozent seiner Kapazität. Das ist solide. Es folgte der Polestar 2 mit einer 78-kWh-CATL-Batterie. Es behielt 94,35 Prozent.

Auch der BMW i3 zeigte eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit. Die LG Chem-Version lag bei 93,77 Prozent. Eine weitere Polestar 2-Variante, dieses mit einem LG Chem-Paket, landete bei 93,53 Prozent. Diese Zahlen beweisen, dass europäische Hersteller im Bereich der Langlebigkeit wettbewerbsfähig sind. Sie liegen nicht weit hinter den Spitzenreitern zurück.

Was ist mit Tesla?

Hier wird es interessant. Tesla, der führende Anbieter von Elektrofahrzeugen, belegte nicht den Spitzenplatz. Der bestplatzierte Tesla war das Model 3. Konkret die Version mit der 60,5-kWh-LFP-Batterie (Lithiumeisenphosphat) von CATL. Es behielt 93,34 Prozent seiner Kapazität.

Wie ist das im Vergleich zu seinen Geschwistern? Das Model 3 mit einem LG Chem NMC (Nickel Manganese Cobalt) Akku hielt nur 91,50 Prozent.

Die Chemie ist also wichtiger als die Marke. Die LFP-Zellen in dieser speziellen Tesla-Konfiguration übertrafen die gängigeren NMC-Varianten. Dennoch verloren sie gegen die Modelle Kia und Hyundai.

Zu den Spitzenreitern gehörte auch der Audi e-tron (Modelle 50 und 55) mit rund 93 Prozent. Der Skoda Enyaq iV hielt 92,88 Prozent. Das Tesla Model S lag bei 92,80 Prozent. Knapp dahinter lag der VW ID.4 mit 92,77 Prozent. Selbst das ältere Model X schaffte 92,52 Prozent.

Ist Ihre Batterie tatsächlich leer?

Die alte Angst – dass die Batterie eines Elektrofahrzeugs jung leer wird – ist tot. Schauen Sie sich die Daten an. Jedes Auto in diesen Top 20 behielt mehr als 90 Prozent seiner Kapazität über 100.000 kg hinaus. Denken Sie darüber nach. Die meisten Besitzer erreichen nicht einmal 62.000 Meilen, bis sie das Auto drei oder vier Jahre lang besessen haben.

Die Implikation ist klar. Der Akku dürfte den Rest des Fahrzeugs überdauern. Es ist wahrscheinlicher, dass Sie eine Aufhängungskomponente oder einen Infotainment-Bildschirm austauschen, bevor Sie das Herzstück Ihres Autos austauschen müssen.

Natürlich sind 100.000 km nur eine Momentaufnahme. Die reale Nutzung variiert.