Wie Reifentraktion funktioniert: Die Physik des Grips

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Ihre Reifen sind wahrscheinlich die kritischste Komponente Ihres gesamten Fahrzeugs. Sie sind die einzigen Teile, die tatsächlich den Boden berühren. Alles andere ist nur Fracht. Der Motor erzeugt Kraft, der Antriebsstrang überträgt sie, aber die Reifen wandeln diese Rotationskraft in lineare Bewegung um. Ohne diese Verbindung haben Sie ein sehr teures stationäres Objekt.

Diese Verbindung wird Reifentraktion genannt. Technisch gesehen ist Traktion der Reibungswiderstand zwischen der Reifenlauffläche und der Fahrbahnoberfläche. Dies geschieht als Reaktion auf das von der Radachse ausgeübte Drehmoment. Wenn der Motor das Rad drückt, drückt der Reifen auf die Straße. Die Straße drängt zurück. Dieser Rückstoß ist es, der dich bewegt.

Es ist ein einfacher mechanischer Austausch, aber er ist absolut. Sie können 700 PS haben. Sie können einen perfekt abgestimmten Einlass und Auslass erhalten. Wenn Ihre Reifen nicht in den Asphalt greifen können, sind diese PS nutzlos. Sie werden einfach Ihre Räder durchdrehen und das Profil verbrennen.

Deshalb ist der Satz „der Gummi trifft die Straße“ kein Klischee. Es ist eine wörtliche Beschreibung dessen, wo Kraft übertragen wird.

Welche Rolle spielt das Profil bei der Griffigkeit?

Oft wird angenommen, dass mehr Profil mehr Grip bedeutet. In manchen Fällen stimmt das. Bei anderen ist es umgekehrt.

Das Profilmuster ist wichtig, um Wasser abzuleiten. Ein Slick-Reifen hat die maximale Aufstandsfläche. Es hat den meisten Gummi, der den Boden berührt. An einem trockenen Tag hat ein Slick-Reifen mehr Traktion als ein Performance-Reifen mit Rillen. Die Rillen verringern die tatsächliche Kontaktfläche des Gummis mit dem Asphalt.

Allerdings wird derselbe Slick-Reifen auf einer nassen Straße sofort Wasser gleiten. Das Wasser kann nirgendwo hingehen. Der Reifen hebt sich von der Oberfläche ab. Die Traktion verschwindet. Die „beste“ Traktionseinstellung hängt also vollständig vom Untergrund ab. Trockener Asphalt begünstigt maximalen Gummikontakt. Nasse Straßen benötigen Kanäle, um das Wasser abzuleiten.

Warum ist die Anwendung des Drehmoments für den Reifenschlupf wichtig?

Traktion ist keine statische Kraft. Es handelt sich um eine dynamische Grenze.

Jeder Reifen hat einen maximalen Traktionskoeffizienten. Dies wird oft als „Griffgrenze“ bezeichnet. Wenn Sie auf das Rad ein Drehmoment ausüben, das diesen Grenzwert überschreitet, rutscht der Reifen durch. Es dreht sich schneller, als sich das Auto bewegt.

Aus diesem Grund gibt es in modernen Autos eine Startkontrolle. Es verwaltet die Menge des an die Räder abgegebenen Drehmoments. Es sorgt dafür, dass der Reifen genau am Rand seines Traktionsfensters läuft. Gerade genug Schlupf, um schnell zu sein. Nicht so viel Schlupf, dass Sie die Vorwärtsbewegung verlieren.

Wenn Sie eine Limousine mit hohem Drehmoment und Turbolader fahren, wissen Sie das. Sie können dem Auto die Leistung entziehen, indem Sie einfach zu aggressiv am Gas geben. Der Motor macht die Kraft. Die Reifen entscheiden darüber, ob Sie es nutzen dürfen.

So erhalten Sie die richtige Reifentraktion

Die Traktion lässt nach. Es handelt sich nicht um einen Dauerzustand. Es ist ein Zustand, den Sie aufrechterhalten müssen.

  • Der Reifendruck ist nicht verhandelbar. Reifen mit zu geringem Luftdruck haben eine zu große Aufstandsfläche. Die Kanten überhitzen. Die Mitte wölbt sich. Die Traktion wird ungleichmäßig. Überfüllte Reifen haben zu wenig Kontakt. Die Mitte nutzt sich ab. In Kurven verliert man den Halt. Überprüfen Sie Ihren Druck, wenn die Reifen kalt sind.
  • Die Profiltiefe ist ein Sicherheitsfaktor. Sobald Ihr Profil weniger als 4/32 Zoll beträgt, nimmt die Traktion bei nassem Wetter erheblich ab.